Vernetzte Luftfahrtsysteme zählen zu den Schlüsseltechnologien der kommenden Jahre. Ihre Einsatzfelder reichen von Infrastrukturinspektionen und Logistik über Umweltmonitoring und Katastrophenschutz bis hin zu neuen Mobilitätslösungen und Anwendungen in der Verteidigungsbranche. Im Mittelpunkt des Studiengangs stehen Flugsysteme, die ihre Umwelt erfassen, Daten analysieren und komplexe Aufgaben ebenso eigenständig wie zuverlässig ausführen.
Der neue Studiengang verknüpft Inhalte aus Informatik, Luftfahrt sowie Elektro- und Informationstechnik zu einem interdisziplinären Profil. Studierende erwerben Wissens- und Methodenkompetenzen in den Bereichen Sensorik, Navigation, Flugführung, maschinelles Lernen, Systemarchitekturen und modellbasierte Entwicklungsverfahren. Laborarbeit und projektbezogene Formate ergänzen dabei die theoretischen Grundlagen.
Der neue Master knüpft an bestehende Stärken der THI in den Bereichen künstliche Intelligenz und Mobilität an und erweitert zugleich die internationale Ausrichtung der Hochschule. Die Lehrveranstaltungen finden vollständig in englischer Sprache statt und richten sich an Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland sowie dem Ausland.
Den Absolventinnen und Absolventen eröffnen sich berufliche Perspektiven in technologieorientierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrttechnik sowie der Logistik. Der Start des Masterstudiengangs „Intelligent Aerial Systems“ ist für das Wintersemester 2026/27 vorgesehen.
„Leistungsfähige intelligente Flugsysteme entstehen erst durch das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen. Die Verbindung von Methoden künstlicher Intelligenz, Sensorik, Kommunikation und Systemtechnik eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Unser Ziel ist es, Studierende darauf vorzubereiten, komplexe technische Systeme zu verstehen und weiterzuentwickeln und damit zu einer verantwortungsvollen und produktiven Anwendung beizutragen“, erklärt Studiengangleiter Professor Simon Schwerd.
Zusätzliche Perspektiven eröffnet die enge Anbindung an das Technologietransferzentrum Unbemannte Flugsysteme in Manching. Moderne Forschungsinfrastrukturen, interdisziplinäre Teams und die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft schaffen praxisnahe Rahmenbedingungen. Studierende erhalten dadurch frühzeitig Einblicke in aktuelle Forschungsfragen und konkrete Anwendungsbereiche.
Auch für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Region 10 besitzt das neue Angebot besondere Relevanz. Die sicherheitspolitische Lage, Transformationsprozesse und veränderte Mobilitätsanforderungen stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die Qualifizierung von Fachkräften durch die Verknüpfung von Wissenschaft und Anwendung ist dabei sehr förderlich.
THI-Präsident Professor Walter Schober setzt mit dem Studienangebot eine strategische Entscheidung der Hochschule um: „Mit dem Master ‚Intelligent Aerial Systems‘ stärken wir gezielt Bereiche an der Schnittstelle von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Mobilität – auch mit Anwendungen im Defence-Bereich. Gemeinsam mit unseren Forschungsaktivitäten und Transferstrukturen schaffen wir hervorragende Voraussetzungen, um Innovationen voranzubringen und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Region 10 langfristig weiterzuentwickeln.“













