Erstes gemeinsames Life-Science-Experiment an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI)

Bio- und Medizininformatik, Biomedical Engineering, Biomechanik und Life Science Management: Erstmals kamen Studierende aller Life-Science-Studiengänge der THI zu einem gemeinsamen Laborexperiment zusammen. Bei der Extraktion von DNA aus Erdbeeren stand nicht nur Laborpraxis auf dem Programm, sondern auch der Austausch zwischen Fachrichtungen, die in Forschung und Entwicklung eng zusammenarbeiten.

Weiße Kittel, rote Erdbeeren: Beim gemeinsamen DNA-Experiment trafen erstmals Studierende aller Life-Science-Studiengänge der THI aufeinander (Foto: THI).

Die Lebenswissenschaften sind geprägt von der Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen. An der THI reicht das Spektrum von biologischen und medizinischen Fragestellungen über technische Anwendungen bis hin zu digitalen Methoden und Managementthemen.

Um diese Perspektiven zusammenzuführen, lud das Labor Digitale Medizin der Fakultät Informatik erstmals Studierende aller Life-Science-Studiengänge zu einem gemeinsamen DNA-Experiment ein. Beteiligt waren Studierende und Lehrende aus den Studiengängen Bio- und Medizininformatik, Biomedical Engineering, Biomechanik sowie Life Science Management.

Unter Anleitung von Professor Ludwig Maximilian Lausser und Professorin Kathrin Tissot-Daguette isolierten die Teilnehmenden DNA aus Erdbeeren. Für viele war es die erste praktische Arbeit in einem Nasslabor. Gleichzeitig bot das Experiment Gelegenheit, mit Kommilitoninnen und Kommilitonen anderer Fachrichtungen ins Gespräch zu kommen und unterschiedliche Herangehensweisen an wissenschaftliche Fragestellungen kennenzulernen.

„Alle Life-Science-Studiengänge sind interdisziplinär und unsere Studierenden werden später in gemischten Gruppen an den Schnittstellen zwischen Biologie, Medizin und den verschiedenen technischen Disziplinen arbeiten“, sagt Professor Ludwig Maximilian Lausser, Studienfachberater für Bio- und Medizininformatik und Sprecher des Labors Digitale Medizin. „Umso wichtiger ist es, dass sie schon jetzt verwandte Disziplinen kennenlernen und einmal über den Tellerrand hinausschauen.“

Das Labor Digitale Medizin ist auf praxisnahe Lehrangebote aus der Bio- und Medizininformatik spezialisiert. Es unterstützt insbesondere die Studiengänge Bio- und Medizininformatik, Biomedical Engineering, Biomechanik sowie Life Science Management und vermittelt biologische und medizinische Grundlagen ebenso wie digitale Methoden und technische Verfahren zu deren Analyse.

Innerhalb der THI nimmt das Labor eine besondere Rolle ein: Es ist das einzige Nasslabor der Hochschule, in dem Praktika in Mikrobiologie, Genetik, Anatomie, Physiologie, Biochemie und Pharmakologie durchgeführt werden können. Studierende begleiten dort Projekte von der Laborbank über die biomedizinische Datenanalyse bis hin zur KI-gestützten Modellierung und Simulation.