Eine Woche lang war die THI Treffpunkt für den europäischen Hochschulaustausch: 19 Gäste aus Litauen, Lettland, Österreich, Polen, Spanien und Portugal kamen im Rahmen der Hochschulallianz ACE²-EU nach Ingolstadt, um gemeinsam mit THI-Angehörigen neue internationale Lern- und Lehrangebote zu entwickeln. Für die THI war die Veranstaltung ein besonderer Meilenstein: Es handelte sich um das erste sogenannte Blended Intensive Programme (BIP), das an der Hochschule durchgeführt wurde.
BIPs verbinden digitale Lehrangebote mit kurzen Aufenthalten an den beteiligten Hochschulen. Sie ermöglichen Studierenden und Lehrenden internationale Erfahrungen, ohne dass dafür ein längerer Auslandsaufenthalt erforderlich ist.
Zum Auftakt begrüßte THI-Vizepräsident für Forschung Professor Daniel Großmann die Gäste. In Vorträgen, Workshops und Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmenden über erfolgreiche Praxisbeispiele aus und diskutierten, wie internationale Angebote künftig noch stärker in Studium und Lehre verankert werden können.
Die positive Resonanz der internationalen Gäste bestätigte den Erfolg des Formats. „Der intensive Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa hat viele neue Perspektiven eröffnet. Solche Begegnungen sind eine große Bereicherung für die weitere Zusammenarbeit in Lehre und Studium“, sagte Sandra Oliveira, Professorin der portugiesischen Partnerhochschule Instituto Politécnico De Santarém.
Im Verlauf der Woche standen neben organisatorischen Fragen auch europäische Werte, kulturelle Vielfalt und Inklusion auf dem Programm. Studierende brachten ihre Perspektiven in Workshops ein und arbeiteten gemeinsam mit Lehrenden an Ideen für zukünftige Formate.
Besonderes Augenmerk lag auf der Entwicklung neuer Projekte. Bereits während des Treffens sind mehrere konkrete Konzepte entstanden. Besonders weit ausgearbeitet ist die Idee „Teaching without Borders“. Geplant ist ein internationales Weiterbildungsangebot für Professorinnen und Professoren, das Einblicke in unterschiedliche Lehr- und Lernkulturen ermöglicht und den Austausch didaktischer Methoden fördert.
Ein weiteres Projekt widmet sich europäischen Werten und der Frage, was Menschen über kulturelle und nationale Grenzen hinweg verbindet. Beide Vorhaben sollen in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Partnerhochschulen weiterentwickelt werden.
Die Arbeitswoche endete nicht mit der Abreise der Gäste. In den kommenden Wochen wird die Zusammenarbeit online fortgesetzt. Ziel ist es, die entwickelten Konzepte weiter zu konkretisieren und erste gemeinsame Programme auf den Weg zu bringen.














