Ende November fand am Institut für neue Energie-Systeme in Ingolstadt das nächste Projektmeeting des DAAD-geförderten RE.Act-Projekts „Sustainable Water-Energy Nexus Partnership for Higher Education in Central Asia“ statt. Dazu wurden die Vertreter der beiden Partneruniversitäten, Naryn State University aus Kirgisistan und TIIAME National Research University aus Usbekistan, willkommen geheißen.
Da genau die Hälfte der Projektlaufzeit erreicht ist, stand bei dem Treffen eine Zwischenevaluierung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um die Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre Revue passieren zu lassen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse in die Planung für die zweite Projekthälfte zu integrieren: In den kommenden Monaten soll der Fokus stärker auf die Akquise gemeinsamer Forschungsprojekte gelegt werden. Zudem soll die Partnerschaft auf andere Universitäten in Usbekistan und Kirgistan ausgeweitet werden.
Im Rahmen des Projektmeetings wurden außerdem zwei Exkursionen durchgeführt, um den Wasser-Energie-Nexus direkt vor Ort praxisnah zu erleben: Die Gruppe besichtigte die Energiezentrale im INcampus in Ingolstadt, um das innovative Heizkonzept kennenzulernen, sowie die Agri-PV-Anlage der Bayerischen Staatsgüter in Grub.
Ziel des RE.Act-Projekts ist es, die Lehre und Forschung im Bereich des Wasser-Energie-Nexus in Zentralasien zu stärken. Der Wasser-Energie-Nexus beschreibt die engen, wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen beiden Bereichen: Die Energieerzeugung benötigt Wasser (z. B. für die Kühlung), während die Wasserversorgung Energie erfordert (z. B. für Pumpen und Aufbereitung).
Um diese Thematik zu stärken, fand bereits ein Austausch von Lehrkräften statt und es wurde eine Sommerschule für Studierende aller drei Partneruniversitäten organisiert. Darüber hinaus wurden diverse Studienprogramme der Partnerhochschulen in Kirgisistan und Usbeskistan im Bereich „Erneuerbare Energien” überarbeitet, um sie praxisnäher zu gestalten und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Lehrmaterialien zu integrieren. Ergänzend dazu wurden „Meet-the-Expert“-Events mit Vertretern aus der Privatwirtschaft und anderen Forschungseinrichtungen organisiert, um den Studierenden Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen: So stellte beispielsweise Dilmurod Yusupov von der Academy of Sciences in Tashkent das Potenzial erneuerbarer Energiequellen in Usbekistan vor, während Bakyt Askarbekov von der UNISON Group aus Bishkek das Potenzial erneuerbarer Energiequellen in Kirgisistan präsentierte.
Das Projektmeeting war ein voller Erfolg und wir freuen uns sehr auf die zweite Hälfte des RE.Act-Projekts mit unseren Partnern. Außerdem findet das nächste „Meet-the-Expert“-Event an der THI statt, worauf wir uns sehr freuen. Weitere Informationen folgen!
Das Projekt wird gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Mehr zum Projekt findet sich hier: https://water-energy-nexus.org/

















